P-Konto bei vielen Anbietern zu teuer

Die verbraucherpolitische Sprecherin der LINKEN, Caren Lay, findet die Gebühren vieler Kreditinstitute für das neue Pfändungsschutzkonto zu hoch angesetzt. Durch übersteigerte Kontoführungsgebühren würde genau denjenigen Verbrauchern das Konto vorenthalten, die es am dringendsten benötigen würden. Dies teilte Lay in vor Kurzem in einer Pressemitteilung mit.

Kostenfalle P-Konto

Das neue Pfändungsschutzkonto, auch als P-Konto bezeichnet, wurde am 01. Juli 2010 bei vielen Banken deutschlandweit eingeführt. Wer sein normales Girokonto in ein P-Konto umwandelt oder ein derartiges Konto neu eröffnet hat den Vorteil, pro Monat über einen Betrag von bis zu 985,15 Euro frei verfügen zu können, wobei dieser Betrag nicht gepfändet werden kann. Es konnte jedoch festgestellt werden, dass viele Kreditinstitute und Sparkassen für das neue P-Konto zum Teil Gebühren in beträchtlicher Höhe erheben. Je nach Bank werden Kontoführungsgebühren in Höhe von 12 bis zu 20 Euro pro Monat fällig. In vielen Fällen kommen weitere Gebühren für Transaktionen wie Überweisungen oder für eine Geldkarte hinzu. Gerade Menschen mit geringen Einkommen, für die ein derartiges Konto eigentlich gedacht sein sollte, könnten sich dies in seltensten Fällen leisten.

P-Konto ohne Kosten bei vielen Anbietern

Nach den Angaben eines deutschen Verbraucherportals erhebt jedoch nicht jede Bank Gebühren für das P-Konto. Viele Kreditinstitute bieten ein derartiges Konto mit Pfändungsschutz an, ohne Kontoführungsgebühren zu erheben. Kostenlos ist ein derartiges Konto beispielsweise bei der Commerzbank.

Wer sich ein Pfändungsschutzkonto zulegen möchte, der sollte aus diesem Grund die Konditionen verschiedener Banken miteinander vergleichen.

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