Wie die neueste Kriminalstatistik des BKA zeigt, werden in der Bundesrepublik Deutschland immer mehr Geldautomaten manipuliert. Kriminelle versuchen auf diese Weise, an die EC-Kartendaten ihrer Opfer zu gelangen und anschließend ihre Konten leer zu räumen. Allein im letzten Jahr ist dadurch ein Schaden in Höhe von 40 Millionen Euro entstanden.
2009 wurden laut Angaben des Bundeskriminalamts an 964 Geldautomaten der Republik Mini-Kameras und ähnliche Hilfsmittel angebracht. Das entspricht einer Steigerung um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Normale Kunden können derartige Manipulationen nicht mit bloßem Auge erkennen, da die Täter äußerst professionell vorgehen würden. Nach Meinung der Kriminalbeamten könnte der für 2011 geplante flächendeckende Einsatz von Bankkarten mit eingebautem Chip das Problem nur zum Teil lösen. Ab diesem Zeitpunkt wird auf den EC-Karten kein Magnetstreifen mehr erscheinen, welcher für die Täter leicht zu lesen ist. In der Eurozone wird sich ab 2011 der Chip als Standard auf EC-Karten durchsetzen.
Beim Vergleich der Bundesländer stellte sich heraus, dass die meisten Manipulationen an Automaten in Nordrhein-Westfalen stattfanden, gefolgt von Berlin und Bayern.
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