Und wieder einmal wird der schutzlose Kunde Opfer eines Datenmissbrauchs. Diesmal bei der Postbank geschehen, die Bank, bei der 14 Millionen Deutsche ihr Girokonto haben muss sich in einem Fall von Datenmissbrauch verantworten. Freie Handelsvertreter hatten in der Vergangenheit Zugang zu den Daten der Kunden der Postbank, was an sich noch nicht skandalös ist. Es bestand aber auch die Möglichkeit für die Vertreter, die als Finanzberater auftreten und den Kunden Produkte verkaufen wollen, sich Zugang zu den Kontodaten der Kunden zu verschaffen. Sie konnten einen Einblick in die Kontobewegungen von bis vor 100 Tagen bekommen, sie konnten herausfinden, was für Daueraufträge der jeweilige Kunde hatte, usw.
Mittlerweile hat die Postbank den Zugang zu den Kundendaten für die Handelsvertreter gesperrt und so gerade noch eine Untersuchung durch die Datenschutzbehörde abgewendet.
Datenschützer warnen die Verbraucher davor zu sorglos mit der Herausgabe des Geburtsdatums zu sein, denn dieses ist meist Identifizierungsmerkmal und somit der Zugang zu vielen unserer Daten. Auch bei der Datenaffäre der Postbank war nur die Eingabe des Namens und des Geburtsdatums erforderlich um an die vertraulichen Daten zu gelangen.
Da stellt sich die Frage warum es keine eingebauten Schutzmechanismen gibt, die die Verbraucher davor schützen Opfer eines Datenmissbrauchs zu werden. Auch bei anderen großen Unternehmen wie der Telekom gab es schon ähnliche Vorfälle. So sind vor einem Jahr die Handynummern mit den passenden Kundendaten in die falschen Hände geraten. Solche Vorfälle führen dazu, dass viele Verbraucher einen Schutz oder irgendeine Sicherheit vor Datenmissbrauch fordern. Aber wie soll das gehen? Die Daten jedes Einzelnen sind mittlerweile bei vielen verschiedenen Unternehmen erfasst, sodass es keine Sicherheit geben kann. Es bleibt nur die Möglichkeit an die Unternehmen zu appellieren sorgfältiger mit den Daten umzugehen, letztlich sind die auch Menschen, die von dem Datenmissbrauch einer anderen Firma betroffen sein könnten.
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